Kleine Einführung über E-Mail-Empfänger-Funktionen

Bei E-Mails gibt es üblicherweise drei mögliche "Felder", wo man seinen Empfänger eintragen kann, meist mit den kryptischen Kürzeln to, cc und bcc bezeichnet. Die Grundregeln sind einfach, und wer seine Empfänger wild verteilt, erntet dafür in der Regel nur Verwirrung.

Die Empfänger: Das to-Feld

Screenshot von Kmail

Screenshot eines E-Mail-Programms (Kmail), Empfänger rot umrandet

In das Empfängerfeld gehören die tatsächlichen Empfänger der E-Mails, das heißt die Personen, an die jener elektronische Brief gedacht ist.

Die Empfänger der Kopie: Das cc-Feld

Screenshot von Kmail

Hier ist der Empfänger der Kopie der E-Mail rot umrandet

Prinzipiell bekommen die Adressen, die hier gelistet sind, genau die gleiche E-Mail, allerdings symbolisiert der Eintrag in cc anstatt to, dass der Inhalt der Mail sich nicht an jene Personen wendet, sondern ihnen nur zur Kenntnisnahme zukommt. Inhaltlich wendet sich die E-Mail lediglich an die Personen, die in to stehen.

Klassisches Beispiel ist die Sekretärin, der eine Kopie zukommt.

Die Abkürzung cc steht übrigens für carbon copy, was metaphorisch für den Durchschlag, der mit der Schreibmaschine angefertigt wurde, steht.

Mehrere Empfänger für eine E-Mail?

Screenshot von Kmail

Viele Empfänger, viele BCC-Empfänger

Das cc-Feld ist nicht dafür gedacht, um mehreren Personen eine E-Mail zukommen zu lassen. Wer glaubt, in die Felder darf nur eine einzige E-Mail-Adresse reingeschrieben werden, der liegt einem Fehler auf; in alle Felder dürfen quasi beliebig viele Adressen, durch Semikola getrennt, eingetragen werden.

Blindkopie, BCC, der Sonderfall

Screenshot von Kmail

Ein Empfänger, viele BCC-Empfänger: Alle Empfänger der E-Mail werden nur die to-Adresse sehen.

Blitzdenker sind - mit dem Vorwissen über die Definition bcc gleich blind carbon copy - vielleicht schon auf die Idee gekommen, dass es sich um eine Kopie handelt, von der die anderen Empfänger der E-Mail nichts mitbekommen. Dies entspricht auch der Realität, ist allerdings nur die halbe Wahrheit.

Die Empfänger der E-Mail auf der rechten Seite werden alle die gleiche E-Mail sehen: Geschickt an Hans@Peter.de. Kein BCC-Empfänger wird auf der Liste auftauchen. Damit eignet sich jenes Feld ideal für Newsletter und Rund-um-Mails, weil die einzelnen Empfänger anonym bleiben und sich nicht gegenseitig beeinflussen.

Fazit und Weblinks

Wer den Empfänger falsch einträgt, sorgt für Verwirrung und Ärger: Gleichrangige Empfänger, verteilt über to und cc, das kommt einer Diskreminierung gleich; dutzende von Adressen im to-Feld hingegen sind ein gefundenes Fressen für Spam und ähnliches.

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