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heribert
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    75         <p>Ab ca. 1932 wurden die Lautsprecher in die Geräte integriert. Zusätzlich gab man sich Mühe, die Optik der Empfänger dem Zeitgeschmack anzupassen. Die beiden Telefunken Exportgeräte (T650 und T500) heben sich dabei besonders hervor. Ausgeführt als "Super" (eine erhebliche Empfangsverbesserung durch Erzeugen einer Zwischenfrequenz, die für alle empfangenen Sender gleich ist) war auch die technische Qualität deutlich gestiegen.</p>
     75        <p>Diese beiden großen, stattlichen Superhet-Empfänger sind sehr selten. Der T500 wurde von Telefunken in Prag hergestellt (1931) und auch fast ausschließlich dort verkauft. In dieser schönen reichen Stadt gab es genügend Interessenten, die sich ein solches Gerät leisten konnten.<br>
     76Der T650 (links im Bild) wurde mit diesem aufwändigen Gehäuse als Exportmodell für Spanien gebaut (1932). Das hier abgebildete Gerät stammt aus dem östlichen Deutschland und überlebte die Flucht nach dem 2. Weltkrieg auf einem Leiterwagen weil die Besitzer wussten, dass ein Rundfunkgerät für den Empfang lebenswichtiger Informationen wichtig war. Beide Geräte sind mit ungewöhnlich aufwändigem Gehäuse bestückt. Der damals eingeführte <b>"Super"</b> führte durch Erzeugung einer Zwischenfrequenz, die für alle empfangenen Sender gleich ist, zu einer erheblichen Empfangsverbesserung. </p>
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    7879        <img src="/shared/photos/kommunikationstechnik/telefunken,musikschrank.jpg" width="350" height="610" alt="Telefunken Musikschrank" />
    7980        <p class="bildtext">
    80             Der Wunsch nach "Tonmöbeln" kam schon ein paar Jahre nach der Einführung des Rundfunks. Hier ist ein <b>Telefunken 650 GK</b> Musikschrank aus den Jahren 1931/32 abgebildet. Fortschrittlich war der  Plattenspieler mit "Magnetsystem" und Elektromotor; aber noch mit Grammophonnadeln und hohem Gewicht des Tonarms, welcher die Platten beachtlich strapazierte. Gegenüber dem mageren Klang eines Grammophons waren hiermit jedoch schon Musikkonserven in akzeptabler Qualität abspielbar. Das Gehäuse wurde aus edlem Nussbaum gefertigt. Das konnten sich nicht viele Menschen leisten.
     81            Der Wunsch nach "Tonmöbeln" kam schon ein paar Jahre nach der Einführung des Rundfunks. Hier ist ein <b>Telefunken 650 GK</b> Musikschrank aus dem Jahre 1932 abgebildet. Fortschrittlich waren der  Plattenspieler mit "Magnetsystem" und ein Elektromotor zum Antrieb der Schallplatten; aber noch mit Grammophonnadeln und hohem Gewicht des Tonarms, welcher die Platten beachtlich strapazierte.
     82Gegenüber dem mageren Klang eines Grammophons waren hiermit jedoch schon Musikkonserven in akzeptabler Qualität abspielbar.<br>
     83                        Das Gehäuse wurde aus edlem Nussbaum gefertigt. Das konnten sich nicht viele Menschen leisten. Solche Geräte standen z.B. im Salon von gut betuchten Bürgern, die ihren Wohlstand auch damit zu Schau stellen konnten. Heute sind sie seltene Schmuckstücke einer Sammlung historischer Rundfunkempfänger.
    8184        </p>
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    8487    <div class="box center auto-bildbreite">
    8588        <img src="/shared/photos/kommunikationstechnik/ultramar3.jpg" width="600" height="533" alt="Fotografie des K&ouml;rting Ultramars" />
    86         <p class="bildtext"><b>K&ouml;rting Ultramar</b>, das gr&ouml;&szlig;te, aufwendigste und teuerste Ger&auml;t des Jahres 1935. 11 R&ouml;hren, zwei Lautsprecher und eine enorme Empfangsleistung zeichneten es aus.
     89        <p class="bildtext"><b>Körting Ultramar</b>, das größte, aufwendigste und teuerste Gerät des Jahres 1935. 11 Röhren, zwei Lautsprecher und eine enorme Empfangsleistung zeichneten es aus.
    8790            <br/>Einiges zur Technik: 100fache Empfindlichkeit eines Einkreisers, 9 Kreise, Alloptik-Skala mit Lichtprojektion, Empfindlichkeits- , Feldstärke- und Bandbreitenanzeige. Ein solcher technischer Luxus war bisher unbekannt. Daher bezeichnete man das Gerät auch als "Übersuper".
    8891            <br/>Auf Wunsch können Sie das <a class="go" name="backlink-ultramar" href="/de/geraete/ultramar_hinten.shtm">Innenleben des Ultramars sowie die Skala</a> erforschen.
     
    9295    <div class="box left clear-after">
    9396        <img src="/shared/photos/kommunikationstechnik/metz,koffer.jpg" width="400" height="333" alt="Fotografie des Kofferradios von Metz" />
    94         <p class="bildtext">Schnell noch ein riesiger Zeitsprung zum j&uuml;ngsten Modell des Museumsbestandes: Der Kofferempf&auml;nger von Metz mit eingebautem Plattenspieler. Das 1956 gebaute Ger&auml;t ist nat&uuml;rlich noch mit R&ouml;hren best&uuml;ckt. Damit konnte man seine "Elvis Presley"-Platten im Schwimmbad abspielen. Jedoch war das Vergn&uuml;gen f&uuml;r Jugendliche wegen der hohen Anschaffungs- und Batteriekosten kaum erschwinglich.</p>
     97        <p class="bildtext">Schnell noch ein riesiger Zeitsprung zum jüngsten Modell des Museumsbestandes: Der Kofferempfänger von Metz mit eingebautem Plattenspieler. Das 1956 gebaute Gerät ist natürlich noch mit Röhren bestückt. Damit konnte man seine "Elvis Presley"-Platten im Schwimmbad abspielen. Jedoch war das Vergnügen für Jugendliche wegen der hohen Anschaffungs- und Batteriekosten kaum erschwinglich.</p>
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    105108                <p class="Bildtext"><small>Nebenstehendes Bild: Radiomann Baukasten ca. 1950</small></p></div>
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    107                 <p>Radiobasteln, ein Hobby aus der Anfangszeit des Rundfunks fand auch jetzt wieder Liebhaber. Bis Anfang der 60er Jahre konnten sich die bastelnden Jungen (Mädchen wurden gar nicht erst angesprochen!) ein Radiogerät selbst bauen, das auch wirklich (bescheiden mit Kopfhörer) funktionierte. Man muss bedenken, dass in einem durchschnittlichen Haushalt selten ein Fernsehempfänger und in der Regel auch nur ein einziges vom Familienoberhaupt gehütetes Rundfunkgerät stand. Mit dem Kosmos-Gerät konnte ein junjor-Bastler unabhängig von der Familie z.B. AFN hören.
     110                <p>Radiobasteln, ein Hobby aus der Anfangszeit des Rundfunks fand auch jetzt wieder Liebhaber. Bis Anfang der 60er Jahre konnten sich die bastelnden Jungen (Mädchen wurden gar nicht erst angesprochen!) ein Radiogerät selbst bauen, das auch wirklich (bescheiden mit Kopfhörer) funktionierte. Man muss bedenken, dass in einem durchschnittlichen Haushalt selten ein Fernsehempfänger und in der Regel auch nur ein einziges vom Familienoberhaupt gehütetes Rundfunkgerät stand. Mit dem Kosmos-Gerät konnte ein junjor-Bastler unabhängig von der Familie z.B. AFN hören.<br>
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    110                 Der Höhepunkt war der Einsatz einer Elektronenröhre. Schon der Anblick des silbernfarbig spiegelnden Glaskolbens verriet: Das ist etwas ganz Besonderes. Ansonsten hatten die Teile den Charme der Zeit: Pappe, Holz, stoffummantelte Drähte usw. Einen elektrischen Widerstand hoher Ohmzahl musste man selbst bauen: Ein Stück Papier, darauf einen dicken Strich mit einem weichen Bleistift zeichnen und schon war er fertig.</p>
     112                Der Höhepunkt war der Einsatz einer Elektronenröhre. Schon der Anblick des silbernfarbig spiegelnden Glaskolbens verriet: Das ist etwas ganz Besonderes. Diese spezielle Röhre (RE 074d), die schon bei Anodenspannungen zwischen 10 und 15 Volt arbeitet, war um 1950 kaum lieferbar. Der ursprüngliche Besitzer des Radiomanns musste 6 Monate auf die Lieferung warten. Schließlich wurde die Röhre von Telefunken in Mailand hergestellt und ausgeliefert. Sie kostete mehr als der gesamte Baukasten (damals 28,50 DM). <br>
     113                Ansonsten hatten die Teile den Charme der Zeit: Pappe, Holz, stoffummantelte Drähte usw. Einen elektrischen Widerstand hoher Ohmzahl musste man selbst bauen: Ein Stück Papier, darauf einen dicken Strich mit einem weichen Bleistift zeichnen und schon war er fertig.</p>
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    112115        <img src="/shared/photos/kommunikationstechnik/radiomann10.jpg" width="297" height="142" alt="Staubsauger und Röhre" /></div>
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