Technikmuseum-Main-Taunus
  (Elektro-) Mechanische Rechenmaschienen

Bevor man elektronisch rechnen konnte, das war in den 40/50er Jahren nur mit gigantischen Großrechnern möglich, arbeiteten die Rechenmaschinen nur mechanisch. Als die Handkurbel durch einen Elektromotor ersetzt wurde begann die Zeit der Rechenautomaten. Die erste druckende Rechenmaschinen der Welt (1905) ist ein Unikum mit riesigem Außenbordmotor! Die ersten Vollautomaten (1927) bis zu denen mit saldierendem Speicher (60er J.) rechnen nach Eingabe der Zahlen selbsttätig. Die erste "Taschenrechenmaschine" der Welt, Curta I, hat 1/3 des Volumens einer Cola-Dose und ist die kleinste je gebaute 4-spezies Maschine. Bei allen mechanischen Rechnern erkennt man die große Bedeutung des Stellenwertsystems.

Madas Rechenmaschiene

Oben: MADAS, ein eletromechanischer Rechenautomat aus dem Jahre 1927 von der Rechenmaschinenfabrik "Egli AG" aus Zürich. Links CURTA I, im Hintergrund zum Größenvergleich eine alte Streichholzschachtel.

DIEHL VSR-18
DIEHL VSR-18, eine von vielen zwischen 1955 und 1965 gebauten mechanischen Rechenmaschinen.
Die Ingenieure wurden angetrieben, immer komfortablere Maschinen zu konstruieren, oft bis an die Grenze des Machbaren. So heißt es in der Bedienungsanleitung: "Das vor ihnen stehende DIEHL-Modell VSR leistet Überdurchschnittliches". Das ist wohl wahr: Man konnte z.B. Ergebnisse zwischenspeichern und das Resultat jederzeit rückübertragen. So waren oft auftretende Rechnungen wie 25 + 12 x 7 - 17 x 6 lösbar ohne dass man etwas notieren mußte. Doch der Luxus von 5 Rechenwerken und vielem sonstigen "Schnickschnack" zollte ein Attribut: Die Geräte waren sehr empfindlich bezüglich einer Fehlbedienung.

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